Daniel Erich Kostenlose Notenblättermusik
- Born: 1649
- Died: 30th Oktober 1712
- Birthplace: Wahrscheinlich Lübeck, Deutschland
Erich Daniel war ein deutscher Organist und Komponist.
Seine Familie stammte vermutlich aus Lübeck, wo sein Vater, ebenfalls Daniel, Lautenist und Hersteller von Saiteninstrumenten war. Im Jahr 1677 kaufte die Marienkirche von seinem Vater eine Tenor-Viola da Braccio, die Dietrich Buxtehude in konzertanten Werken auf der Chorempore verwenden konnte. Darin spielte der Sohn von 1675 bis 1679 Continuo auf dem Orgelpositiv und bestärkte damit Gerbers Behauptung, er sei ein Schüler des Lübecker Meisters gewesen. Erich wurde Organist der Pfarrkirche in Güstow, südlich von Rostock, wo es ihm nicht gelang, die Kirche zum Umbau der Orgel durch Arp Schnitger zu bewegen. Allerdings gab er das Eröffnungskonzert auf der neuen Orgel, die Schnitger 1700 für die Schlosskirche in Dargun gebaut hatte, und wurde mit einem zu diesem Anlass verfassten Gedicht gefeiert: „So komm denn, Meister Erich, du Sohn Buxtehudes in der Messe!“ Dir anvertraut hat, komm und zeige deine Frucht von diesem Kopf der Musen auf dieser Orgel, die hier gebaut wurde.“ Nur wenige seiner Choralvertonungen sind erhalten geblieben, wobei jede eine andere Technik anwendet. Allein zu dir folgt Buxtehudes Praxis der Vorimitation, während Christum wir sollen loben schon, vermutlich eine Pleno-Vertonung, den Choral als Bass einsetzt. Es ist das Heil ist eine dreiteilige Manualiter-Vertonung, die die Choralmelodie deutlich abstrakter auflöst. Die sechs Verse zu „Von Gott will ich nicht lassen“ beweisen deutlich, dass Erich nicht nur die Klaviersprache seiner Zeit beherrschte, sondern sich auch der Variationstechnik seiner nördlichen Vorgänger wie Samuel Scheidt bewusst war.